Endlose Liste offener Harry-Potter-Fragen

Da ich leider vollkommen besessen bin von Harry Potter (das Original, Teil 1 bis 7, als Buch, Hörbuch und Film), lese/höre/sehe ich es auch ständig. Dementsprechend fallen mir Dinge auf, die mir im Laufe der Zeit nicht ganz klar sind. Möglicherweise sind die Antworten längst gegeben worden, aber ich habe sie leider verpasst.

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Fährt der Hogwarts-Express eigentlich regelmäßig?

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Wertsachentransport

Gesundheit ist jetzt hip. Nicht wichtig, sondern hip. Also auch wichtig, aber vor allem hip.

Ich hasse hip sein.

Seit ungefähr einer Weile tut mir der Rücken weh, nicht sehr, aber doch deutlich. Es ist nicht zu leugnen: Ich werde alt. Mein Rücken musste durch viel durch, und jetzt hat er leider rausgefunden, dass er durch den Einsatz von Schmerz seinerseits eine bessere Behandlung meinerseits einfordern kann. Deshalb sitze ich hier nun mit einem Rucksack.

In den letzten Wochen ist meine wunderschöne, neue Handtasche plötzlich Gegenstand einer wiederholten Diskussion. Sie sei zu schwer, konsterniert jeder, der sie einmal versehentlich anhebt. Natürlich ist die schwer. Schließlich steckt da mein halbes Leben drin! Von ganz banalen Dingen, die man wirklich bei jedem Spaziergang dabei haben sollte, also Wertsachen wie Portmonee und Schlüssel, über Nice-to-Have’s wie Regenschirm, Buch und Einkaufsbeutel, bis hin zu meiner ganz wichtigen Schminktasche (falls man mal versehentlich eine Nacht ungeplant woanders festsitzt) mit allen möglichen Medikamenten, Kosmetika und sonstigem Lebenszubehör ist da eben alles drin, was ich brauche. Dringend brauche. Immer.

In meiner weit entfernten Jugend gab es kurz eine Phase, in der Eastpak-Rucksäcke cool waren. Natürlich hatte ich auch einen, und natürlich hing der ganz lässig tief auf einer Schulter, und nicht ergonomisch korrekt sitzend auf beiden Schultern. Zum Glück waren bald darauf – im Nachhinein betrachtet unfassbar große – Schultaschen total in, und ich konnte das Ding in die letzte Ecke meines Schrankes verbannen. Ich war eben nie ein Rucksackmädchen. Doch nun sind sie zurück, en vogue.

Sieht irgendjemand mit einem Rucksack gut aus? Es geht mir natürlich nicht vorrangig darum, gut auszusehen, aber mal ehrlich … ? Da kommt man doch auch so schlecht ran wenn man was rausholen will, also muss man sich die Dinger so vom Kreuz schütteln und darin wühlen. Das ist doch nervenaufreibend. In meiner Handtasche kann ich schon mal nebenbei an der Kasse wühlen und mit der anderen noch die Zigaretten halten, aber bei einem Rucksack wird das ja zum Drei-Hände-Aber-So-Viele-Habe-Ich-Gar-Nicht-Huppala-Runtergefallen-Akt. Das sieht zwangsläufig trottelig aus. Zudem erinnern mich Rucksäcke an diese grauenvollen Schulranzen aus der Grundschule, die so sperrig daher kamen und in denen sich immer unendlich viel Müll am Boden sammelte. Generell, so fällt mir gerade auf, hängt mit der Erinnerung an vergangene Rucksäcke viel emotionaler Ballast an verdrängte Schultage zusammen. Ich kann doch unmöglich mit einem Stoffsack voll schlimmer Erinnerungen auf dem Rücken rumlaufen! Nicht mal mein Therapeut kann das wollen.

Außerdem, wie könnte ich es über’s Herz bringen mir mein geliebtes Hab und Gut auf den Rücken schnallen? Nach hinten? Wo ich nicht sehen kann, ob jemand hinter mir auf der Rolltreppe dran rumfummelt??? Nee Leute, ohne mich. Das ist vielleicht was für Leute, deren Verlustängste kleiner sind als das Verlangen nach schmerzenfreiem Rücken und Hipstertum. Oder minimalistisch veranlagte Reisende. Für mich gilt nichts davon. Das hat mir schon die Oma beigebracht: „Kind, hab immer die Hand auf deinen Wertsachen!“ Deswegen habe ich immer eine Hand am Riemen meiner Handtasche. Und die andere auf meinen Brüsten.

 

Wahlen für Autofahrer

Ich wohne in Niedersachsen. ‚Herrje!‘, wird man denken. Richtig! Bei uns ist eigentlich alles schlecht. Wir haben zwar Meeranschluss, aber wo liegt unsere Hauptstadt? Zwei Autostunden entfernt! (Und das auch nur bei Rückenwind.) Wer hat sich das eigentlich ausgedacht? Wir sind die mit der ganz schlimmen Niedersachsenhymne. Wir haben Gerhard Schröder und Christian Wulff auf das Land losgelassen (sorry). Wir haben uns die EXPO 2000 unter den Nagel gerissen, und die CeBIT geben wir auch nicht mehr her. Nur den Pinkelprinzen, den sind wir zum Glück losgeworden. Es ist ein Kreuz mit diesem Bundesland.

Bisher haben wir gedacht, dass wir wenigstens eins können: Autos, genauer: VW. Was waren wir nicht stolz auf unsere Wagen für das Volk. International wurden wir geliebt für die großen und kleinen schicken Fahrzeuge. Praktisch jedes Kind der Jahre 1970 bis 2000 kannte den VW Käfer, oder seine Neuauflage VW New Beetle. Wir haben sogar eine ganze Stadt für die Autos erschaffen (eventuell war die richtige Stadt schon vor dem Auto da, aber so klingt’s einfach besser).

Doch jetzt ist Schluss mit lustig. Dieselgate hat den ganzen Spaß kaputt gemacht. Es hat sogar unsere schöne, endlich mal wieder rote (okay, und grüne) Landesregierung kaputt gemacht. Autos sind doof, out, uncool und machen nur Ärger. Aus irgendeinem Grund sind sie aber super für den aktuellen Wahlkampf.

Wieso, fragt man sich vielleicht, reden die Leute da in meinem Fernseher auf vier Sendern gleichzeitig zur Primetime über Autos? Es ist Sonntag, und unsere aktuelle Bundeskanzlerin sowie der Spitzenkandidat der SPD treffen sich zum TV-Duell. Das klingt erstmal sehr aufregend, Duell. Ist es dann aber doch nicht.

Von maßloser Enttäuschung über die Autohersteller wird da gesprochen, und von Entschädigungszahlungen für geprellte Autofahrer. Die Kanzlerin sei „stocksauer“, erklärt sie mit der Leidenschaft eines Müsliriegels. Versteht mich nicht falsch, ich finde es auch nicht gut, wenn zum Nachteil unserer Umwelt und schlussendlich unser aller Leben(squalität) Sachen manipuliert werden. Da kann man schon mal drüber reden. So drei bis fünf Minuten wären okay, schließlich ist diese Primetimeveranstaltung nicht Wetten, Dass…?!, hier wird nicht eine Dreiviertelstunde überzogen. Es sind dann aber doch ein paar viele Minuten mehr.

Diese Minuten, in denen unter anderem so ca. 95% der Zuschauer zum ersten Mal das Wort Musterfeststellungsklage hören, diese Minuten also werden gefüllt mit außerordentlich viel Blabla, und auch ein bisschen interessiert mich nicht. Sprechen Sie darüber doch im Bundestag ausführlicher. Jetzt möchte ich ein bisschen mehr hören über die Leute, die in den Autos sitzen!

Einige meiner Fragen an den/die Kandidaten*in sind nach dieser einmaligen Wahlwerbungmöglichkeit offen geblieben: Weiterlesen

Tiergeschichten: Hundstage

„Kannst du kurz mit dem Hund gehen, während ich hier warte?“ Ich gucke entsetzt. Mein toller neuer Freund und ich stehen in einem Elektrofachgeschäft an der Information und warten darauf, dass der engagierte Azubi irgendeinen Schnickschnack, den ich nicht verstehe, weshalb man ihn mir auch gar nicht erst erklärte, aus dem Lager holt. Mein toller neuer Freund hat heute morgen beschlossen, dass er diesen Schnickschnack unbedingt braucht, und deshalb sind wir jetzt hier. Sein Hund musste leider draußen bleiben.

„Aber ich kenne den Hund doch gar nicht!“, protestiere ich. Das stimmt. Den Hund habe ich erst am gestrigen Abend kennengelernt, denn vorher war er im Urlaub. Ich wusste bis dahin nicht, dass Hunde Urlaub machen, aber ich weiß vieles über Hunde nicht. Zum Beispiel wie man mit ihnen Gassi geht.

Mein toller neuer Freund lacht mich herzlich an. Ja, er lacht mich an, keinesfalls lacht er mich aus. Er drückt mir einen Kuss auf die Wange und sagt, „Du schaffst das schon. Ich glaube an dich! Aber ich höre ihn doch bellen, der braucht Ablenkung. Er sitzt ja auch schon fast eine Stunde da draußen!“ Das stimmt leider. Es hat Sage und Schreibe 50 Minuten gedauert, bis mein toller neuer Freund sich unter dem ganzen Schnickschnack für dieses Dingsbum entschieden hatte. Ich wollte ja gar nicht so pedantisch auf die Uhr gucken, aber an jeder Ecke hing eine von diesen fancy Digitaluhren, die neben der Uhrzeit auch gleich noch das Wetter anzeigen. Die muss man einfach angucken.

Ich bewege mich immer noch nicht. Mein Freund guckt mich ermunternd an. „Los, du musst doch hier auch nicht rumstehen, und dann könnt ihr euch kennenlernen!“ Au ja. Ich mache ein Geräusch, von dem ich hoffe, dass es Freude und Zustimmung ausdrückt, und gehe langsam aus der Tür. Vielleicht, wenn ich nur langsam genug gehe, kommt ja der Azubi und dann muss mein toller neuer Freund nicht mehr warten und ich muss nicht mit dem Hund gehen. Was bedeutet das überhaupt, mit dem Hund gehen? Wohin? Wie lange? Muss ich mit dem reden? Weiterlesen

Oh, Benjamin

Wichtiger Hinweis: Drogen nehmen ist immer scheiße. Immer.

Wenn irgendwer auf dieser Welt einen Scheiß-Nachnamen hat, dann ist das Benjamin von Stuckrad-Barre. Es hat mindestens 15 Jahre vom ersten Hören bis zum sicheren Schreiben meinerseits gedauert, weshalb ich ihn zeitweilig auch „Stucki-Bimbam“ nannte. Weil ich es aber unhöflich finde wenn mein eigener Name falsch geschrieben wird, habe ich mir also Mühe gegeben und kann jetzt Stuckrad-Barre sowohl korrekt schreiben als auch aussprechen. (Hoffe ich zumindest.) Nah genug für Spitznamen stehen er und ich uns nämlich nicht.

„Keine Panik.“

Wenn mir eine Leistung wie etwa ein Buch, ein Song oder ein Film, sehr gut gefällt, habe ich das dringende Bedürfnis eine direkte persönliche Bindung zum Verantwortlichen aufzubauen. (Ich habe auch einen Tick Schachtelsätze betreffend. Je mehr Kommas desto besser, ist mein Motto.) Einige meiner engsten Freunde sind daher Britney Spears, Michael Jackson, Kai Meyer und Daenerys Targaryen.
Dieses plötzliche Verlangen überkam mich auch im Herbst 2016. Ich hatte damals gerade erfolgreich einen depressiven Sommer abgehakt und war guter Dinge. Auf meine depressiven Phasen folgt immer recht verlässlich eine Drang-Phase, in der ich einiges Liegengebliebenes aus der Zeit erledige, in der ich mich leider nicht unter lebenden Menschen bewegen konnte. Damals war es der Kirchenaustritt. Es ist ein komischer Zufall, denn der Anfang des Hör-/Buchs Panikherz ist – nach einer Udo-Lindenberg-lastigen Einleitung, wegen der ich mich schon wieder schockverliebte, aber dazu später – eine Beschreibung der Kindheit und Jugend des Autors, und der ist, oh Schreck, Pastorensohn. Dingdong.

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„Udo Gerhard Lindenberg, Wohnsitz: Hotel Atlantic“

Gleich am Anfang war festzustellen, dass Benjamin und ich recht ähnliche Vorstellungen vom Leben hatten: Viel rauchen, viel Kaffee, viel Lesen, und um das alles zu finanzieren, viel Schreiben. Am besten über Musik. Musik überhaupt ist ein wichtiger Bestandteil von Benjamins Leben, und so erzählt er es dann auch in den nächsten sechzehneinhalb Stunden. Angefangen wird mit dem, mit dem sowieso alles anfing, sogar die neue deutsche Zeitrechnung: Udo Lindenberg. Tatsächlich hat nämlich nicht David Hasselhoff, sondern Udo die Mauer zur DDR nieder gesungen. Wirklich wahr.
Jedem anderen wird beigebracht „Never meet your idol“, denn Idole sind auch nur Menschen mit Fehlern und den mysteriösen Ecken und Kanten, und das kann schon mal zu dramatischen Desillusionierungen führen. Für Benjamin von Stuckrad-Barre war Udo ein bisschen Untergang und Rettung in eins. Udo, der in seiner frühen Diskografie oft Ostdeutschland, Liebe und Rausch besingt, hatte eine kurze circa zwanzigjährige Phase, in der ihm der Alkohol als treuer Freund zur Seite stand. Das kann schon mal passieren. Für den jungen Benjamin sind Udos frühe Werke eine direkte Aufforderung, sich unbedingt auch schnellstmöglich zu berauschen, denn, so interpretiert er es, und wahrscheinlich vielleicht hat es der Udo Lindenberg der 80er Jahre auch so gemeint, dann geht es richtig los mit dem Leben.

„Schlafen kann ich schließlich, wenn ich clean bin.“

Und wie das dann los geht. Mit mal mehr, mal weniger Liebe zu Udo, aber doch immer Liebe zur Musik wuselt sich der Autor durch das Angestelltenleben, unter anderem bei einer Plattenfirma und beim deutschen Rolling Stone – vermutlich war er dort der letzte gute Redakteur. Er sammelt Erfahrungen beim Fernsehen, hinter den Kulissen. Und dann geht’s irgendwann auch richtig los mit dem Schreiben – und den Drogen.
Mit dem steigenden Konsum bewusstseinserweiternder Mittel steigt auch der kritische Blick auf das eigene Körpergewicht. Man bekommt ja keinen Beipackzettel, in dem steht, „Häufige Nebenwirkungen von Kokain: Essstörungen, Wahnvorstellungen, schwer gestörte Selbstwahrnehmung, finanzieller Ruin“. Aber lesen würde den ja eh keiner. Die Jahre im Rausch (wie kann er sich eigentlich an den ganzen Kram erinnern?) werden immer wieder von Klinikaufenthalten unterbrochen. Pat. M. 27 wird zu Pat. M. 29 wird zu Pat. M. 30. Nicht zuletzt Udo Lindenberg persönlich wird dem Autor helfend zur Seite stehen. Als Mitglied der Panik-Family ist man nie allein. Lindianerehrenwort. Bis dahin ist es aber ein langer Rausch Weg.

„Es ist dann anders gekommen.“

Die Rauschjahre des Benjamin von Stuckrad-Barre sind, ich muss es so sagen, unfassbar inspirierend. Er ist irgendwie immer mitten im Geschehen, trifft sie alle, von Thomas Gottschalk über Rammstein bis Courtney Love, überhaupt sind da so viele Namen, die man kennt, kennen muss, mir bleibt die Spucke weg. Popkultur, auch deutsche, von der ich lange annahm, dass sie überhaupt nicht existierte, wird in Panikherz in den schillerndsten Farben präsentiert. Es ist der Bericht von einem, der den ganzen Glamour überlebt hat. Viele der Held*innen, die Benjamin von Stuckrad-Barre im Verlauf der 16 Stunden nennt, einige auch trifft und manche sogar zu seinen Freunden zählt – wer kann denn das schon von sich sagen? -, sind zwischenzeitlich verschieden. Da sind der Sänger der Bates Markus Zimbl, der Regisseur Helmut Dietl, Deutschlands König Rio Reiser, und ziemlich zu Beginn der unvermeidliche Kurt Cobain. Auch im Privatleben, so erzählt er, gibt es Menschen, die zu früh gehen, zu früh aus ihrem Leben, oder auch nur zu früh aus dem Leben des Autors, weil er es einfach nicht geschafft hat noch mal vorher vorbei zu kommen. Irgendwas ist ja immer.

„Nun sitz‘ ich also kurz mal untenrum nackt da.“

Insgesamt 16 Stunden und 37 Minuten (das sind 997 Minuten) erzählt der Autor selbst die Geschichte seines Lebens in Romanform. Dank seiner äußerst angenehmen Stimme und dem Talent, auch wirklich gut zu erzählen und nicht bloß zu lesen, kann man praktisch an jeder Stelle ansetzen und fühlt sich sofort mittendrin. Das spricht natürlich auch für den Schreibstil. Benjamin von Stuckrad-Barre ist der Meister der langen, schlussendlich aber immer Sinn ergebenden Sätze und kommt, gottlob, ohne Verwendung des großen Latinums aus. Nicht zuletzt seine Interpretation des Udo Lindenbergs, der ja möglicherweise in mancher Menschen Augen als speziell erscheint, ist das Reinhören ins Hörbuch wert.
Auch die Schauplätze des Lebensromans sind nicht unspektakulär. Neben unzähligen Backstage-Bereichen bei Musik, Fernsehen und Film geht es in diverse Entzugskliniken, in eine Wohnung in der Schweiz, in irischen Leuchtturm, sogar in ein deutsches Kloster. Weil das Leben mit Udo auch immer gleich ein Leben im Hotel ist, kommen auch diese nicht zu kurz. Die Geschichte beginnt im legendären Chateau Marmont, und da weiß man dann, dass das keine langweilige Veranstaltung wird.

„Es ist als betrete man das eigene Gedächtnis.“

Im Prinzip ist Panikherz wie der Soundtrack eines Lebens, nur ohne Gitarrensolo. Es gibt schnelle Stücke, es gibt diese, die man vielleicht im Radio spielt, es gibt leise Stücke und natürlich auch den ganz epischen Part, den, der bei einem Konzert die letzte Zugabe ist weil danach erstmal gar nichts mehr geht. Mein persönliches kleines Highlight ist das Kapitel über ein geplantes Klassentreffen. Das hat meine eigene Panik vor einem solchen Event schön genährt. Ich bin dann mal zufällig leider nicht da. Schade. Überhaupt ist da viel in diesem Buch, das mich anspricht, mir sympathisch, sogar erstrebenswert erscheint – nur der Teil mit der Drogenabhängigkeit, der lockt mich gar nicht.
Ich empfehle dieses Buch jeder*m, die*der auch nur irgendwie das leiseste Interesse am Leben hat. Da kennt man ja doch so einige. Außerdem sollten Menschen mit Sinn für gute Musik mal das ein oder andere Kapitel mit Udo Lindenberg lesen. Man ist spätestens nach hundert Seiten großer Udo-Fan, selbst wann man das eigentlich gar nicht will und bis dahin nur den Sonderzug nach Pankow kennt. So wie ich. Man kann dann aber schön vierzig Jahre Musik nachholen, und ist über Wochen beschäftigt, und am Ende großer Udo-Fan für den Rest des Lebens. So wie ich.

Zum Abschluss noch ein schönes Lied von Anna Depenbusch, die zwar nicht im Buch vorkommt, aber mich zum Titel inspirierte.


Panikherz, Benjamin von Stuckrad-Barre (externer Link)
Erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016

Panikherz (Hörbuch), gelesen von Benjamin von Stuckrad-Barre (externer Link)
Erschienen bei tacheles! ROOF Music, 10.03.2016